Auf dem Innenhof der Merkur Akademie International in Karlsruhe setzt ein besonderes Kunst- und Erinnerungsprojekt derzeit ein sichtbares Zeichen für Menschlichkeit und Toleranz: Vom 21. September bis zum 9. Oktober 2026 ist die international renommierte Fotoinstallation „Gegen das Vergessen“ des Mannheimer Fotografen und Filmemachers Luigi Toscano auf dem Schulgelände in der Erzbergerstraße 147 zu sehen.
Initiiert wurde das bemerkenswerte Projekt an der Schule von den Lehrerinnen Elke Kalinski und Julia Schorpp, die die großformatigen Porträts von Überlebenden der Schoa nach Karlsruhe geholt haben. Die Open-Air-Ausstellung wurde bereits vor Beginn der Ausstellungswochen im Schulinnenhof aufgebaut und steht dort für rund drei Wochen allen Interessierten offen. Die Installation zeigt lebensgroße, bewegende Porträts von Menschen, die die nationalsozialistische Verfolgung und die Konzentrationslager überlebt haben. Neben den ausdrucksstarken Bildern erhalten Besucherinnen und Besucher über an den Tafeln angebrachte QR-Codes direkten Zugang zu den individuellen Lebensgeschichten der Porträtierten: Mit dem eigenen Smartphone und Kopfhörern lassen sich vor Ort authentische Zeitzeugenberichte und biografische Tonaufnahmen abrufen.
Die Merkur Akademie International lädt die gesamte Schulgemeinschaft – Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie alle am Schulleben teilnehmenden Personen – herzlich dazu ein, sich Zeit für diese eindringliche Begegnung mit der Geschichte zu nehmen. Ausdrücklich willkommen sind während der gesamten Ausstellungsdauer bis zum 9. Oktober 2026 auch die Familien unserer Schülerinnen und Schüler sowie interessierte Gäste. Der Schulinnenhof in der Erzbergerstraße steht Besuchern gerne nach dem regulären Unterricht sowie an den Wochenenden offen. Für das Abrufen der Audiobeiträge wird lediglich ein Smartphone benötigt.

Günter Fischer schilderte im Rahmen der feierlichen Eröffnung das schwere Schicksal seiner halbjüdischen Familie, die in der NS-Zeit massive Ausgrenzung, Denunziation und schließlich die Deportation erfuhr. Tief betroffen machte die Schüler/innen besonders der frühe Tod seiner Mutter, die an den Folgen einer schweren Erkrankung litt, die durch die Verfolgung verschärft wurde.
